Nanobecken 18L Besatzvorschlag

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Will man ein Nano einrichten, muss man sich ganz besonders genau überlegen welche Tiere so ein Becken verkraftet. Hier heisst es gezielt nach den Bewohnern zu schauen, die in der Größe nicht am Ende das Becken sprengen. Ganz bestimmt sieht es nicht aus, wenn eine Koralle so groß wird, dass sie allein optisch das ganze Becken einnimmt. Außerdem wird ein so großes Tier die Entwicklung anderer Korallen stark beeinflussen.


Inhaltsverzeichnis

Xenien

Xenien.gif

Hier also ein paar Vorschläge, wie ich sie selbst riskieren würde. Da wären zu einen die Pumpenden Xenien, Xenia umbellata. Diese Weichkoralle bewegt Ihre Kronen mit einer pumpenden Bewegung, so dass sie sich im raschen Wechsel öffnen und schließen. Die Xenia ernährt sich von Zooxanthellen. Allerdings muss man acht geben, da sich dieses Tier sehr rasch verbreitet kann. Hier sollte soweit eingeschritten werden, dass man gelegentlich einige Xenien aus dem Becken entfernt. Andererseits gibt es auch Becken, in denen diese Koralle gar nicht wächst.

Krustenanemonen

Zoanthus blaurot.jpg

In den letzten 2 -3 Jahren ist auch das Interesse an Krustenanemonen größer geworden. Sicher ein Grund dafür ist, dass immer mehr farbige Arten angeboten werden. Diese Farben sind in der Zeit, wo unsere Beleuchtung nur mit blauen Röhren in Aktion ist, natürlich besonders intensiv. So erstehen wir einige Ablegersteine, eben mit diesen farbigen Anemonen. Alle der von uns gekauften Krustenanemonen stammen aus der Gattung Zoanthus. Wir wissen, dass sich diese Krusten bei guten Bedingungen recht schnell vermehren und nehmen deshalb nur Steine mit wenigen Polypen.


INFO: Es gibt einiges im Internet über die Krustenanemonen zu lesen. Dabei wird man auch auf das Thema, Gesundheitsrisiko durch Krustenanemonen stossen. Dieses betrifft in der Hauptsache die Protopalythoa Diese große, grüne Anemone breitet sich sehr schnell aus. Will man sie entfernen, setzt sie ein Gift, das sogenannte Palytoxin, frei. Den Berichten zu Folge führte das bei einigen Aquarianern zu Schweißausbrüchen, Fieber, bis hin zu Schüttelfrost. Wir hatten keine Symptome bei der Entfernung einer grösseren Kolonie zu verzeichnen, jedoch reagiert jeder Mensch unterschiedlich. In jedem Fall ist aber erst einmal Vorsicht angesagt.

Scheibenanemone

Actinodiscus sp.jpg

Das gleiche gilt für die Scheibenanemone. Da auch sie sehr robust und nicht zu gross sind, hier an dieser Stelle noch einmal die Informationen dazu. Von den Scheibenanemonen haben wir uns verschieden Farben für unser Riff besorgt. Es handelt sich dann auch um unterschiedliche Arten, wie die rote genoppte Actinodiscus, einige Dicosoma, sowie Scheiben aus der Gattung Rhodactis.

Alle diese Arten bekommen wir auf einem Ablegerstein, welcher mit 3 - 6 Scheiben bewachsen ist. Bei guten Wasserwerten entstehen aber schon bald kleine Kolonien. Die Rhodactis sollen etwas frei stehen da sie nesseln und durch ihre rechts fixe Vermehrung mehr Platz brauchen. Zu diesen Arten gönnen wir uns einen Ableger der Ricordea florida. Diese, aus der Karibik stammende Scheibenanemone, hat mehrere sehr schöne und kräftige Farben. Man erkennt sie leicht an den perlenförmig endenden Polypen. Wir platzieren sie im unteren bis mittleren Bereich im Riff.

Einsiedler

Calcinus latens.JPG

Zu den robusteren Tieren zählen zweifelsfrei Einsiedler Krebse. Es gibt einige verschiedene Arten, die sich hervorragend für die Pflege im Meerwasser - Becken eignen. Wie schon beschrieben sind sie meist die ersten, bewusst eingesetzten Bewohner. Abgesehen von der Tatsache das sie Algen futtern, sind diese Allesfresser als hervorragende Reste - Verwerter bekannt. Um ständige Streitereien um um ihre Schneckenhäuser einzudämmen, empfiehlt es sich eine entsprechende Auswahl in unterschiedlichen Größen ins Becken zu geben. Während ihrer Wachstumsphase wechseln die Krebse dann ihre Häuschen. Für unser Nano eigen sich allerdings nur klein bleibende Arten. Es ziehen 2 Exemplare der Gattung Calcinus latens als erste in Becken ein.

Boxerkrabbe

Lybia tesselata.jpg

Diese farbenfrohe Krabbe, Lybia tesselata, ist eigentlich ein nachtaktives Tier. Jedoch erscheint sie tagsüber hin und wieder, insbesondere dann wenn sie an Fütterung gewöhnt wurde. Die Krabbe ist sehr friedlich, ernährt sich von Algen, Mysis oder auch Artemia. Hin und wieder stehen auch kleinere Borstenwürmer auf ihrem Speiseplan. Wenn man eine Krabbe bekommt, hält sie bisweilen kleine Minianemonen in ihren Scheeren. Damit wedelt sie im Wasser hin und her, wahrscheinlich um Nahrung zu fangen. Ersatzweise tut sie das auch mit kleinen Glasrosen, falls vorhanden. Eine Boxerkrabbe ist übrigens mit ca. 3 cm ausgewachsen.


Hohlkreuzgarnele

Thor Abonensis.JPG

Diese wirklich kleine Garnele ist auch unter dem Namen Thor amboinensis oder Sexy Shrimps bekannt. Mit 1,5 - 2 cm ist auch sie ein sehr geeignetes Tierfür unser Nano. Von dieser Garnele sollte man ruhig eine kleine Gruppe einsetzen. Die Sexy Shrimps halten sich mit Vorliebe auf Anemonen auf. Ersatzweise nehmen sie aber auch Scheibenanemonen. Gar nicht scheu, lassen sich die Garnelen sehr gut beobachten. Frostfutter wie Mysis oder Artemia werden ohne Probleme angenommen.

INFO: Da Garnelen sehr empfindlich auf Dichte - Schwankungen reagieren, müssen sie extrem langsam an die Wasserverhältnisse angepasst werde.




Weitere geeignete Tiere für Nano-Becken findet man in unserer Kategorie Nanoaquaristik unter Nanobesatz


--Hausi 00:43, 5. Dez. 2008 (UTC)

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