Nanobecken 18L

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Inhaltsverzeichnis

Ein 18 Liter Nano - Technik und Kosten

Gedanken zum Nano

In den letzten Jahren hat man sogenannte Nano - Becken für das Hobby Meerwasser - Aquaristik entdeckt. Hierbei handelt es sich zum einen um Glasbecken von sehr geringem Ausmaß, zum anderen ist der Inhalt, so wie die verwendete Technik, ebenfalls sehr klein gehalten.

Durch die Nanobecken wurde es möglich, dass auch Leute mit schmalen Geldbeuteln den Einstieg in dieses Hobby gefunden haben. Allerdings ist auf Grund der kostengünstigen Anschaffung eines zu verzeichnen: Viel mehr Einsteiger drängen in die Meerwasser - Aquaristik und daraus resultiert die Tatsache, dass um so mehr Anfänger das Hobby auch wieder aufgeben.
Ein Grund hierfür ist, dass ein Nano bedeutend schwieriger biologisch stabil zu halten ist. Ein grösseres Becken verkraftet Fehler einfacher als ein Gläschen mit 12, 20 oder 30 Liter. Und Fehler werden gerade in der Anfangszeit durch den noch unwissenden Neueinsteiger gemacht. Kommt es zu ernsthaften Problemen, dann schmeissen viele das Handtuch. Frei nach dem Motto: “So teuer war es ja nicht, weg damit”.
Bei einem grösseren Becken, in das wesentlich mehr investiert wurde, überlegt man sich das 2 mal. Da mag so mancher denken: “jetzt hab ich soviel Geld reingesteckt, jetzt will ich auch was davon haben” Allerdings vergessen wir mal nicht, dass es der eine oder andere doch über das Nano zum Meerwasser - Aquarianer schafft. Auch Besitzer von wesentlich grösseren Riffbecken leisten sich heutzutage ein Nano. Und viele, die heute erfolgreich ein Nano betreiben, haben morgen schon ein grosses Becken.

Planen wir also mal ein Nano. Wobei sich als erstes die Frage stellt wie groß soll das Becken werden, wo beginnt es und wo hört es eigentlich auf ein Nano zu sein ? Nach unten gibt es heute fast keine Beschränkung mehr, man hat schon Behälter gesehen, welche nicht mehr als 5 Liter haben ! Nach oben ist die Grenze zwischen einem Nano und einem normalen Aquarium ehr fliessend. Für mich ist eigentlich bei 60 Litern Schluss mit Nano.

Stellt sich bei normalen Aquarien die Frage, welche Fische man darin pflegen kann, so muss man sich bei den Nanobecken grundsätzlich vorher entscheiden, ob später Fische in dem Becken leben sollen oder nicht. Dann muss eine Größe gewählt werden, die das möglich macht. Unter 45 Litern sollte sich in dieser Richtung gar nichts abspielen. Und dann auch nur sehr begrenzt.
Andererseits gibt es für die kleinen Becken auch andere Besatz - Möglichkeiten, worauf wir später noch zu zurückkommen werden. Wir bevorzugen die preiswerteste Variante und entscheiden uns in diesem Einrichtungs - Beispiel für ein Nano mit 18 Litern Inhalt.


Das Glasbecken

Nano12.png


Bei unserem Becken handelt es sich um ein Wave-Cube in den Maßen 25 x 25 x 30 cm mit besagten 18 Liter Brutto - Inhalt. Das Becken wird von TerraNova Pro vertrieben und kann bei vielen Händlern bzw. Online - Shops bestellt werden. Das Becken wird komplett mit einer Glasabdeckung, einem HangOn - Außenfilter und einer klemmbaren Lampe mit 10000 Kelvin geliefert. Weitere Informationen und ein Test stehen auf Abenteuer-Miniriff zur Verfügung. Für diese Kombination bezahlen wir 99,-- €

Die Beleuchtung

Solaris1.jpg


Im Lieferumfang ist eine Klemmleuchte mit Pl - Röhre weiss - blau enthalten. Es gibt eine rein weisse Röhre zu kaufen, die wir aber für Meerwasser nicht empfehlen. Weil wir aber vorhaben, auch lichthungrige Korallen in das Becken zu setzen, verdoppeln wir die Beleuchtung. Es wird eine zweite Lampe des gleichen Typs nachbestellt. Die Lampe lässt sich in alle Richtung drehen und nach oben klappen. Was für das hantieren am Becken sehr Vorteilhaft ist. Für die Solaris Lampe bezahlen wir inclusive Leuchtmittel weitere 39,-- € Insgesamt stehen uns jetzt also 36 Watt an Leistung zur Verfügung.




Der Filter

Aquaclear.png


Für ein Nano - Aquarium dieser Größe, in dem kaum Tiere sind die wir füttern müssen, sind dem zu Folge auch wenig Ausscheidungen vorhanden, die den Einsatz eines Eiweiss - Abschäumers notwendig machen. Somit reicht der Einsatz eines Außenfilters in jedem Fall aus. Aus Platzgründen wird dieser von außen an den oberen Beckenrand gehängt. Diese bezeichnet man dann folgerichtig als HangOn - Filter. Der Filter selber zieht das Wasser mittels Pumpe von unten an. Durch einen Bio - Filter und gegebenenfalls durch eine Portion Aktivkohle hindurch, wird das Wasser ins Becken zurück geleitet. Dadurch erreichen wir eine Umwälzung des Wassers sowie eine Strömung bei der Rückförderung ins Becken. Da aber das Wasser hauptsachlich an der Oberfläche zurückgeleitet wird, kommt man um den Einsatz einer weiteren Strömungspumpe nicht herum Für die etwas größeren Becken mit Fischbesatz, gibt es solche Hangon - Filter auch mit integriertem Abschäumer.

Strömungspumpen

Eheim.png


Für unsere 18 Liter reicht eine Pumpe der unteren Leistungsklasse völlig aus. Wenn wir wir etwa das 20- fache unseres Beckenvolumens an Umwälzung haben wollen, würde eine Pumpe mit 360 Liter / Std. genügen. Zumal ja durch unseren HangOn - Filter bereits 190 Liter bewältigt werden. Trotzdem bevorzugen wir eine Pumpe mit etwas höherer Leistung, welche regelbar ist und somit an den jeweiligen Bedarf angepasst werden kann. Wegen Ihrer sehr kleinen Abmessung, entscheiden wir uns für eine Eheim - Compakt 600. Für diese Modell lassen wir dann knapp 20,-- € im Laden.



Das Zubehör

Am Ende unserer Einkaufsliste stehen dann fast wieder die gleichen Artikel, wie sie schon bei der Einrichtung unseres 54 Liter Aquariums von Nöten waren. Wir brauchen also 1 Thermometer 5,-- €, 1 Aräometer 20,-- €, 1 Heizung 15,-- €, 1 Scheibenreiniger (klein) 5,--€ sowie eine schaltbare Steckdosen - Leiste für 10,-- € und 2 Schaltuhren für insgesamt 6,-- €. Als letztes eine Bastler Glasplatte 5,-- € Nach dem Motto: “ Kleinvieh macht auch Mist”, haben 66,-- € unsere Geldbörse verlassen. Insgesamt haben wir bis hier hin 185,-- € ausgegeben und noch nicht einen Tropfen Wasser im Nano - Becken. Achtung!!! Wir raten vom Kauf eines billigen Digitalen Thermometers aus der Aquaristik ab. Wir sowie einige andere Aquarianer haben erhebliche Temperaturunterschiede bis zu 5° bei digitalen Geräten festgestellt. Kauft euch deshalb ein normales analoges Gerät, denn falsche Temperaturanzeigen können schnell zum Total-Verlust eurer Korallen führen.

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