Meerwasserwiki:Giftige Meerestiere

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Im Meer begegnen uns immer wieder Tiere, die leicht bis hochgiftig sind. Somit kommt das eine oder andere Lebewesen auch zu uns in die Aquarien.
Um einen Überblick zu verschaffen, führen wir auf dieser Seite nach und nach alle die Tiere auf, die eine potenzielle Gefahr für den Menschen, aber auch für alle Aquarienbewohner sein könnten. Egal ob es Tiere sind, die lediglich nur leicht schmerzhafte Verletzungen verursachen können, oder ob durch unfreiwilligen Kontakt eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann.
In jeden Fall sollte man wissen, dass kaum eine Attacke mit anschließender Vergiftung von den Tieren gezielt ausgeführt wird, um den Menschen zu verletzen. Das meiste sind Unfälle, die durch den Aquarianer selbst verursacht werden, weil er unvorsichtig im Aquarium hantiert hat. Erschreckt sich Bspw. ein Tier, kann es blitzschnell eine Verteidigung einleiten, der man nicht entkommt.
Zum anderen gibt auch Tiere, welche erst durch ihr Ableben zu einer Gefahr werden. So können zum Beispiel Kugelfische oder Seewalzen nach ihrem Tod ein sehr starkes Gift absondern, dass in kurzer Zeit den kompletten Fischbestand, so wie teils auch Wirbellose vernichten kann.
So manche Verletzung ist harmlos und kann mit "Bordmitteln" gelindert werden. Einige Verletzungen durch bestimmte Tiere erfordern in jedem Fall eine schnelle ärztliche Hilfe.
Dafür gibt es spezielle Anlaufstellen. Diese sollten sofort informiert werden. Dabei ist es wichtig Auskunft zu geben, durch welches Tier die Verletzung verursacht wurde.

  • für Deutschland: Giftnotruf Berlin: 030 - 19 24 0
    Giftnotruf München: (0)89 19240
  • für die Schweiz: Vergiftungs-Informations-Zentrale: 145 (in der Schweiz)
  • für Österreich: Vergiftungs-Informations-Zentrale +431 406 43 43


Drachenfische Gefahr für Menschen

Drachenfische gehören zur Überordnug der Strahlenflosser. Die Überordung Stachelflosser ist bezeichnend, da die erste Rückenflosse mit Giftstacheln besetzt ist. Ein Stich kann durch aus schmerzhaft sein und von Taubheit begleitet werden, die erst nach Monaten wieder nachlässt.


Igelfische Gefährlich bis tödlich für Aquarienbewohner

Verletzung durch Stachel, führen beim Menschen möglicher Weise zu schmerzhaften Entzündungen, die ärztlich behandelt werden sollten. Wie Kugelfische können sich auch Igelfische bei Gefahr oder Stress mit Wasser voll pumpen, ihre Stacheln dadurch abspreizen, so das es zu der beschriebenen Verletzung kommen kann.
Igelfische besitzen das Gift Tetrodotoxin. Dabei handelt es sich um ein marines Neurotoxin (Nervengift) Um zu verdeutlichen wie stark das Gift ist: 0,5-1,5 Milligramm von diesem Gift können für den Menschen tödlich sein, wenn er es über ein Essen aufnehmen würde.
Gegessen wird der Kugelfisch aber hauptsächlich in Japan, wo er unter dem Namen Fugu als Delikatesse gilt.

Im Aquarium besteht allerdings "nur" eine Gefahr für andere Mitbewohner. Und da im Wesentlichen für andere Fische. Kommt es beim Igelfisch zu extremen Stress oder stirbt dieser Fisch, kann das Gift freigesetzt werden. Dadurch gelangt es in die Körper der anwesenden Fische und führt in kürzester Zeit zum Tod.
Eine Ausnahme gibt es: Werden Igel/Kugelfische nachgezüchtet, so kann durch eine Ernährungsumstellung der Fisch praktisch "entgiftet" werden. In der Regel sollte man aber immer von einem Wildfang ausgehen.


Kaninchenfische Gefahr für Menschen

Kaninchenfische haben Rückenstacheln in denen sich jeweils 2 Giftdrüsen befinden. Unfälle mit diesem Tier sind jedoch sehr selten, der es bei Gefahr möglichst schnell die Flucht ergreifen wird.
Sollte es aber doch einmal zu einem solchen Vorfall kommen, kann diese Verletzung über Stunden andauernde und extrem starke Schmerzen verursachen.

Eine direkt Behandlung ist nicht möglich, da man bis heute die genau Zusammensetzung des Giftes nicht kennt, somit auch kein Gegenmittel zur Verfügung steht. Tödlich ist das Gift aber keinesfalls.


Kofferfische Tödlich für Fische

Kofferfische verfügen über ein starkes Hautgift. (Ostracitoxin) Dieses kann bei Gefahr, oder beim Tod der Tiere, an das Wasser abgegeben werden. Das Gift kann in kürzester Zeit andere Fische töten.
Bei dem Gift, dass neuerdings als Pahutoxin bezeichnet wird, handelt es sich um ein Nervengift. Es wirk auf die Nervenenden und bringt die Muskulatur zum erliegen.


Kugelfische tödlich für Aquarienbewohner

Kugelfische besitzen das Gift Tetrodotoxin. Dabei handelt es sich um ein marines Neurotoxin (Nervengift) Um zu verdeutlichen wie stark das Gift ist: 0,5-1,5 Milligramm von diesem Gift können für den Menschen tödlich sein, wenn er es über ein Essen aufnehmen würde.
Gegessen wird der Kugelfisch aber hauptsächlich in Japan, wo er unter dem Namen Fugu als Delikatesse gilt.

Im Aquarium besteht allerdings "nur" eine Gefahr für andere Mitbewohner. Und da im Wesentlichen für andere Fische. Kommt es beim Kugelfisch zu extremen Stress oder stirbt dieser Fisch, kann das Gift freigesetzt werden. Dadurch gelangt es in die Körper der anwesenden Fische und führt in kürzester Zeit zum Tod.
Eine Ausnahme gibt es: Werden Igel/Kugelfische nachgezüchtet, so kann durch eine Ernährungsumstellung der Fisch praktisch "entgiftet" werden. In der Regel sollte man aber immer von einem Wildfang ausgehen.


Schnecken tödlich für Menschen und Aquarienbewohner

Diese Kegelschnecken verschießen über einen Harpunenartigen Pfeil das Gift Conotoxin. Hierbei handelt es sich um ein Nervengift.
Bei einigen Arten dieser Schnecke ist das Gift so stark, dass es für Menschen tötlich sein kann. In den Gewässern vor Australien sind bereits etliche Agriffe auf Menschen bekannt geworden.
Das Auftauchen dieser Schnecken in Aquarien hier in Deutschland kann auch nicht ausgeschlossen werden. Selbst wenn es sich nicht um tötliche Arten handelt, kann eine Stich dieser Tiere zu einer schmerzhaften und lange anhaltenden Beeinträchtigung der Gesundheit führen. Höchstwahrscheinlich würde grade die Unwissenheit über die Gefährlichkeit der Schnecken, entsprechende Unfälle hervorrufen. Besonders die links aufgeführten 3 Arten sind für den Menschen sehr gefährlich.
Während der Giftpfeil gegenüber Menschen nur zur Verteidigung eingesetzt wird, dient er der Kegelschnecken andererseits zur Jagd auf Beutetiere. Durch das Gift wird die Beute gelähmt und anschließend gefressen. Als Nahrung bevorzugen sie Würmer und Schnecken. Größere Arten teilweise auch Fische.


Seeigel Gefahr für Menschen

Bei den Seeigeln ist die Gefahr für den Menschen sehr gering.
Zwar gibt es einige Seeigel die einerseits Giftzangen besitzen, andererseits wird eine Verletzung fast immer durch die Stacheln der Tiere herbei geführt.
Die wenigen Ausnahmen die eine Gefahr für den Menschen bedeuten, geht von Seeigeln aus, die nie bis sehr selten in den Handel gelangen. Ein Beispiel wäre der Toxopneustes pileolus (Giftzangen-Seeigel)
Einige Seeigel besitzen hohle Stacheln durch die das Gift Noradrenalin injiziert wird. Das kann zu schmerzhaften Entzündungen im Stichkanal führen. Oft brechen die Stacheln in der Wunde ab. In dem Fall empfehlen wir den Stachel von einem Arzt entfernen zu lassen.


Seewalzen und Seegurken Gefahr für Fische

Für den Menschen während der Aquarienhaltung ungefährlich, aber für den restlichen Tierbestand ein Risko, sind Seewalzen bzw. Seegurken. Sie tragen das Gift Holothurin in ihrem Körper.
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, dass dies nur in den sogenannten Cuvierschen Schläuchen, (die zur Verteidigung eingesetzt werden) enthalten ist, kommt das Gift aber auch in den Hautdrüsen dieser Stachelhäuter vor.
Uns sind keinerlei Vorfälle im Aquarium bekannt, die in Zusammenhang mit den Cuvierschen Schläuchen stehen. Jedoch gibt es dokumentierte Berichte im Zusammenhang mit dem Tod von Seewalzen. Dort wurde das Gift beim Tod in das Wasser abgegeben und verursachte ein Massensterben bei den Fischbeständen. Das Gift lähmt die Atemwege der Fische woran diese letztendlich ersticken.
Bekannt ist, dass die Abgabe der Geschlechtsprodukte der Pseudocolochirus violaceus (Bunte Seegurke) für den Fischbestand absolut tödlich ist.


Skorpionfische Gefährlich bis tödlich für Menschen

Das Skorpionsfische Giftstacheln besitzen ist den meisten Aquarianern bekannt. Es passieren aber immer wieder Unfälle, die auch bei diesen Tieren meistens auf Unachtsamkeit zurückzuführen sind.
Zu den bekanntesten Skorpionsfischen gehört zweifellos der Feuerfisch, hier besonders der Rotfeuerfisch.
Die Giftdrüsen der Feuerfische befinden sich paarweise an den Rückenstacheln sowie auch an After und Rückenflossen. Wird der Mensch von diesen Stacheln getroffen, verursacht das starke Schmerzen, begleitet von Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und teilweise Atemnot. Die Einstichstellen werden stark anschwellen. Es sind auch Fälle bekannt, die bei den Verletzten zur Bewustlosigkeit oder zu einem Schock geführt haben. Die Verletzungen sind aber in der Regel nicht tötlich.

Anders sieht das bei den Steinfischen aus, die man ebenfalls zur Gruppe der Skorpionsfische zählt. Ihr Gift hat schon mehreren Menschen das Leben gekostet.
Es handelt sich dabei um ein Proteingift, von dem die exakte Zusammensetzung unklar ist. Bekannt ist aber, dass mehr als die Hälfte aller nicht behandelten Opfer innerhalb weniger Stunden an der Verletzung sterben.
Das mindeste was passieren kann, sind extreme Schmerzen, sowie starke Lähmungs-Erscheinungen.

Weniger giftig sind die Drachenköpfe. Zwar verursacht ein Stich ebenfalls starke Schwellungen und heftige Schmerzen, jedoch sind diese Verletzungen keinesfalls tödlich. Das gleiche gilt für den Schaukelfisch. Auch dessen Stiche können sehr schmerzhaft sein, aber die Folgen sind für den Menschen lange nicht so problematisch wie bei Feuer- oder Steinfischen.


Krustenanemonen Gefahr für Menschen

Von dieser Anemone weiß man, dass sie eines der gefährlichsten Gifte unserer Erde besitzt, dass Palytoxin.
Solange sie in Ruhe gelassen wird passiert nichts, wird jedoch versucht die Kruste zu entfernen, so kann es zu gesundheitlichen Schäden kommen. Insbesondere wenn das Gift in offenen Wunden oder in die Atemwege gelangt.
Es sind Fälle bekannt in denen Betroffene über Übelkeit, Schüttelfrost, Atemnot, sogar Lähmungserscheinung geklagt hatten. Wenn etwas passiert raten wir dringend ein Krankenhaus aufzusuchen, sich mit dem Tropeninstitut in Verbindung zusetzen, oder die Giftnotrufzentrale zu informieren.

Seesterne Gefahr für Menschen

Dieser Seestern verfügt über Giftstacheln. Eine Vergiftung erkennt man wie folgt: Schwellungen, Juckreiz der betroffenen Partie, weiterer Verlauf: Erbrechen und Übelkeit. Vorsorglich sollte man bei einer Verletzung einen Arzt aufsuchen der die Einstichstelle versorgt!

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