Dendrochirus brachypterus - Haltungsbericht

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Kurzflossen-Zwergfeuerfisch


Wichtig: Man sollte sich vor der Anschaffung bewusst sein das es sich um ein Gifttier handelt, dessen Gift unter Umständen tödlich sein kann.


Die folgenden Daten sind auf meinen eigenen Erfahrungen mit meinem Kurzflossen-Zwergfeuerfisch bezogen!


Aquarium:

Sollte in einem normalen Riffaquarium mit genügend Schwimmraum, Verstecken und eventuell Überhängen bzw. Riffsäulen gehalten werden. Meine Empfehlung: In einem Rechteck-Aquarium ab 400 Liter.


Futter:

Meine Wahl fiel nicht nur auf diesen Feuerfisch da er recht klein ist, sondern da er laut Berichten im Internet ein komplett anderes Fressverhalten als andere Feuerfische darlegt.

Und zwar soll er im Gegensatz zu den anderen Feuerfischarten keine anderen Beckenbewohner wie Garnelen, kleine Fische und Krustentiere anrühren. Da mich diese Tiere einfach faszinierten, und die Berichte alle übereinstimmten, ging ich den Versuch trotz mulmigen Gefühl ein. Angekommen rührte der kleine tagelang keine einzige Futtergarnele an. Jedoch lies er auch die anderen Beckenbewohner völlig ohne Beachtung (Garnelen, Demoisellen, Clownfische, Seesterne, etc.). Etwa nach einer Woche bemerkte ich das er bei den Fütterungen hin und wieder Artemia und Mysis aufschnappte...bis heute hatte er keine einzige Futtergarnele, geschweige denn einen Beckenbewohner angerührt. Er frisst bei mir jetzt jeden Tag mit den anderen Fischen Artemia und Mysis. Jedoch frisst er allein am tag etwa 3 Würfel Artemia und 3 Würfel Mysis.


Größe:

Im Lexikon ist er mit etwa 17cm angegeben, meiner misst nach einem viertel Jahr etwa 12cm.


Geschlechtunterschiede

Die Bestimmung des Geschlechts eines Zwergfeuerfisches erweist sich als recht einfach, da die Männchen größere Köpfe als Weibchen haben. Auch die Brustflossen der Männchen sind länger: sie reichen zurück bis in die Mitte der Schwanzwurzel. Der einfachste Weg, den Unterschied festzustellen ist durch die Anzahl der Bänder auf den Brustflossen: Männchen haben in der Regel 6-10 Bänder, Weibchen 4-6. Zitat von Ronny Schöpke, Artikel erschienen unter dem Verlag "Rüdiger Ladka" im "Meerwasseraquarianer 3/2013"


Beschafbarkeit:

Im Fachhandel ist er so gut wie nie anzutreffen, jedoch kann man ihn in einigen Online-Shops bestellen.


Giftigkeit:

Es handelt sich um ein Giftier, dessen Gift falls eine Allergie besteht tödlich sein kann. Der Feuerfisch besitzt auf dem Kopf und auf dem Rücken Gifstacheln die er bei Gefahr durch schnelles nach vorne schwimmen in seinen Gegner rammt.


- 2 Zitate von der "Informationszentrale gegen Vergiftungen"

Symptome: Das Gift der Feuerfische enthält Komponenten, die heftigste Schmerzen und örtliche Gewebszerstörung hervorrufen können. An der betroffenen Extremität kann es kommen zu: Taubheitsgefühl, Schwellung, Rötung und Blasenbildung. In der Wunde verbleibende Stachel fördern Infektionen und behindern die Wundheilung. Allgemeine Symptome wie Übelkeit und Erbrechen sind vereinzelt beschrieben.


Erste Hilfe: Wunde von Stacheln oder Geweberesten befreien und desinfizieren. Falls nicht sofort ärztliche Hilfe erreicht werden kann, Eintauchen der betroffenen Extremität für mindestens 30 Minuten in tolerierbar heißes Wasser (ca. 45 °C). Um Verbrennungen zu vermeiden, Kontrolle der Wassertemperatur durch gesunde Extremität oder Begleitperson. Weitere Therapie wie Schmerzbekämpfung, Blaseneröffnung und Tetanusprophylaxe durch Arzt.


Verhalten:

Zähl ich hier einfach mal in Stichpunkten auf:

- nachtaktiv, schwimmt sobald er sich eingewöhnt hat jedoch auch tagsüber durch das Becken - sobald im Wasser hantiert wird sucht er das Weite und schaut aus sicherem Abstand zu - hält sich am liebsten an etwas dunkleren Stellen auf und hängt gerne auch kopfüber an Steinüberhängen oder Riffsäulen - beachtet andere Beckenbewohner eigentlich nie - verhält sich sobald er sich an alles gewöhnt hat wie ein kleiner Hund. Wartet an der Stelle wo es immer Futter gibt, kommt angeschwommen wenn man sich dem Becken nähert,... - lässt sich von Putzergarnelen putzen - tarnt sich gut im Riffaufbau - ...

Ein in allem ein für mich einzigartiger Pflegling den ich nicht mehr missen möchte. Ist zugegeben auch der Familienliebling. Sehr interessant, wunderschön, sehr friedlich, jedoch sollte man ihm immer mit dem nötigen Respekt begegnen.


Weitere Infos

Video von [Ronny Schöpke]


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