Aquarium 54L Besatzvorschlag

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Mit diesem Besatz - Vorschlägen will und kann ich nur eine von vielen Möglichkeiten aufzeigen. Nicht jedem wird es gefallen, nicht jeder ist damit einverstanden. Es ist ein Besatz gewählt worden, der mir gefallen würde und unter Berücksichtigung der Becken - Größe und der Technik machbar ist. Was dem Einzelnen gefällt kann ich nicht beurteilen. Jeder soll seine eigene Vorstellungen und Wünsche in die Planung einbringen und dementsprechend sein Becken einrichten. Jedoch sollte man immer darauf bedacht sein, den Tieren ein möglichst natürliches und artgerechtes Umfeld zu bieten. Sofern das in einem Aquarium überhaupt möglich ist.


Diese Becken sind eigentlich ein viel verwendetes Standard - Maß und in vielen Zoogeschäften oder Baumärkten zu bekommen. Da wir nun die Möglichkeit haben auch Fische einsetzen zu können,ist die Anschaffung eines kleinen Abschäumers eine sinnvolle Sache. Das, was wir füttern müssen und was davon über bleibt, bzw. ausgeschieden wird, muss aus dem Becken abgeführt werden. Diese Aufgabe erledigt ein Abschäumer recht zuverlässig. Deswegen schaffen wir uns einen luftbetriebenen AauaMedic - Miniflotor und eine Tetratec Luftpumpe an.


Inhaltsverzeichnis

Symbiose

Nematodes randalli.jpg

Beginnen wir nun mit meinem Besatzvorschlag. Wenn wir nun davon ausgehen, dass Einsiedler, schon am Ende der Einlaufphase eingezogen sind, können wir uns jetzt weiter mit Fischen und anderem Tieren beschäftigen. Für den Bodenbereich empfehle ich eine Symbiose - Gemeinschaft aus Grundel und dem sogenannten Knallkrebs. Hier empfiehlt aus Gründen der zu erwartenden Größe, eine Lanzen -Symbiosegrundel der Gattung Stonogobiops nematodes, mit einem Alpheus randalli, Randalls Knallkrebs ausgesucht. Ideal wäre ein Pärchen Grundeln.

Warum so eine Symbiose ? Ganz einfach: So eine Lebensgemeinschaft gehört zum Interessantesten, was man in einen Becken dieser Größe zu sehen bekommt. Unzertrennlich sind diese beiden putzigen Tiere Während der Krebs unermüdlich damit beschäftigt ist, neue Höhlen und Gänge zu graben, wie ein Bulldozer Sand durch die Gegend schiebt, Gänge wieder verschließt um sie an einer anderen Stelle wieder zu öffnen, bewacht die Grundel die ganze Zeit über ihren Freund bei der Arbeit. Dabei haben sie immer Sicht- oder Körperkontakt. Bei Gefahr warnt die Grundel den Krebs und beide verschwinden wie der Blitz im Riff.
Für seine Bautätigkeit sollte man dem Krebs eine Handvoll Korallenbruch gönnen, dann entstehen teilweise enorme Konstruktionen. Zu den Futterzeiten sind die beiden dann auch immer zu Stelle. Sie nehmen fast die komplette Palette an Frost- und Trockenfutter.

Gobiodon okinawae

Korallengrundel.jpg

Diese Gelbe Korallengrundel sollte als Paar gehalten werden. In der Natur findet man, wie der Name es schon sagt, die Gobiodon in Korallen sitzend. Meistens wird sie Steinkorallen der Gattung Acropora bevorzugen. Das würde im Aquarium in vielen Fällen allerdings ein Problem aufwerfen. Diese Grundel nagt das Gewebe der Koralle an bestimmten Stellen ab, um anschließend ihr Gelege dort zu plazieren. Das kann soweit führen, dass Acroporas so weit geschädigt werden, bis sie letztendlich daran eingehen. Wer also kleinpolypige Steinkorallen halten möchte, sollte sich dieses Tier nicht anschaffen. Da wir das aber hier nicht geplant haben, können wir beruhigt zugreifen. Unsere Grundel wird sich bevorzugt in Weichkorallen aufhalten. Auch in Gorgonien - Ästen werden wir sie antreffen. Der kleine, etwa 3 - 4 cm groß werdende Allesfresser wird sein Revier gegen Artgenossen heftig verteidigen, so dass in 54 Liter nur ein Pärchen eingesetzt werden kann.


Protula bispiralis

Röhrenwurm.jpg

Der Prachtröhrenwurm bildet selbständig eine Kalk - Wohnröhre. Die Röhre wird von unten nach oben gebaut, so das sich praktisch immer weiter nach oben schiebt. Mit seiner Krone fängt sich der Wurm Nahrung aus dem Wasser. Eigentlich kein Tier für den Einsteiger, so ist er unter folgenden Bedingungen doch gut zu pflegen: Erst einsetzen wenn das Becken eine Standzeit von ca. 6 Monaten hat und die Wasserwerte wirklich gut sind.
Unter Umständen muss man zufüttern. Das kann man mit Plankton oder Staubfutter machen. Allerdings sollte man das dann auch sehr gezielt machen, in dem man mit einer Pipette den Wurm direkt mit Futter bestäubt.
Bei Gefahr zieht der Röhrenwurm blitzartig seinekomplette Krone ein. Hin und wieder kann es vorkommen, dass er seine Krone auch komplett abwirft, um aber nach einiger Zeit eine neue zu bilden. Der bispiralis bekommt einen Platz in Bodennähe bei leichter Strömung.


Grundeln

Trimma rubromaculatus.jpg

Trimma cana und Trimma rubromaculatus sind echte Winzlinge. Im Durschnitt erreichen sie etwa 2 cm. Diese sehr ruhigen Grundeln sind nicht besonders schwimmfreudig, aber blitzschnell, wenn es darauf ankommt. Sie eigenen sich wirklich hervorragend für so eine kleines Becken. Besonders wohl fühlen sie sich in einer kleinen Gruppe und ohne die Gesellschaft größerer, oder hektischer Tiere. Sie sitzen oft lange Zeit ruhig auf Steinen, oder schein regelrecht im Wasser zu schweben. Schöne Fische mit kräftigen Farben, welche man mit verschiedenen Frost und Trockenfutter versorgen kann. Gerade in diesen kleinen Becken kommen sie ab einer gewissen Anzahl besonders zur Geltung.



Korallen

Xenien.gif

Wie beim Aquarium 300L Besatzvorschlag statten wir das 54 Liter Aquarium mit Scheiben- und Krustenanemonen aus. Dazu kommen pumpende Xenien, Xenia umbellata, sowie Röhrenkorallen der Gattung Clavularia viridis. Beide Korallenarten sind sehr anspruchslos in der Pflege, wobei bei der Xenia darauf zu achten ist, dass diese nicht große Teile des Beckens überwuchert. Beide brauchen nur mäßige bis mittlere Strömung und sind auch in Bezug auf das Licht nicht übermäßig wählerisch.


Weitere geeignete Tiere für Nano-Becken findet man in unserer Kategorie Nanoaquaristik unter Nanobesatz

--Hausi 15:45, 7. Jan. 2009 (UTC)

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